Ausschreibung Oskar-Medizinpreis 2020/ 2021

Die Stiftung Oskar-Helene-Heim fördert die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Medizin. Als besonderes Förderprojekt verleiht die Stiftung jährlich den mit 50.000 € dotierten Oskar Medizin-Preis. Mit diesem Medizinpreis werden hervorragende Leistungen gewürdigt und die Weiterführung von Forschungen unterstützt.

Für den Zeitraum 2020/ 2021 wird dieser Medizinpreis auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie ausgeschrieben.

Je circa 200.000 Hüft- und Kniegelenksendoprothesen werden jährlich in Deutschland implantiert. Die hohe Qualität der Produkte und der operativen Versorgung hat zu einem deutlichen Rückgang der Frühkomplikationen geführt. Bei Standzeiten länger als 15 Jahren treten jetzt aber neue, bisher wenig beachtete Komplikationen in den Blickpunkt. Beispiele sind die Zunahme periprothetischer Frakturen, Spätinfektionen, deren Ursache häufig unklar ist, mögliche Langzeitreaktionen auf Metallkomponenten, plötzliche Spätluxationen u.a.; diese Herausforderungen brauchen dann in der Ursachenanalyse und der Therapie das Zusammenwirken unterschiedlichster Spezialisierungen und Fachgebiete. Die interprofessionelle Zusammenarbeit ist auch das zentrale Thema des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie 2021 mit dem Motto „Vereinte Vielfalt“. Da im Jahr 2020 aus pandemischen Gründen der DKOU nicht in gewohnter Weise stattfinden konnte und damit auch auf die Verleihung des Oskar-Medizinpreises verzichtet wurde, ist die Ausschreibungsfrist um ein Jahr verlängert worden

Zur Förderung der Forschung und Verbesserung von Diagnostik und Therapie auf dem Gebiet der Orthopädie und Unfallchirurgie, soll mit dem Oskar-Medizinpreis 2020/2021 ein/e nach Möglichkeit habilitierte/r, auf jeden Fall aber bereits Forschungs-erfahrene/r Mediziner/in oder Wissenschaftler/in ausgezeichnet werden, die/der zum Thema

“Langzeitkomplikationen nach Gelenkersatz“

besonders relevante Ergebnisse der Grundlagen- und/oder klinischen Forschung in Deutschland erzielt hat.

Der prämierte Erkenntnisgewinn soll für eine breite Öffentlichkeit vermittelbar sein.

Dem Antrag sollen der Lebenslauf, die wichtigsten Arbeiten aus den letzten drei Jahren zum genannten Thema (Arbeiten, die bereits eine anderweitige Prämierung erhalten haben, sind ausgeschlossen) sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der Forschungsergebnisse ergänzt um die weitere Forschungsplanung beigefügt werden.

Das Preisgeld ist für Forschungszwecke nach der freien Entscheidung des Preisträgers zu verwenden. Der Preisträger hat der Stiftung diese Verwendung in geeigneter Weise zu belegen.

Der Antrag ist bis zum 30. Mai 2021 bei der Stiftung Oskar-Helene-Heim, Walterhöferstr. 11, 14165 Berlin, einzureichen. Weitere Informationen erteilt der Geschäftsführer der Stiftung – thomas.hoehn@stiftung-ohh.de  (Tel. 030/ 8102-1100)