Konrad Biesalski (1868-1930)
Helene Pintsch (1857-1923)
Oskar Pintsch (1844-1912)

Oskar-Helene-Heim - Historie

Es klingt wie aus einem Roman, entspricht aber der Wirklichkeit:

Anfang des 20. Jahrhunderts taten sich zwei Menschen zusammen, die eine gemeinsame Vision hatten: sich junger Behinderter anzunehmen. Dr. Konrad Biesalski, leitender Arzt der orthopädischen- und Röntgenabteilung des städtischen Berliner Krankenhauses am Urban, und Helene Pintsch, die sozial engagierte Ehefrau des Industriellen Oskar Pintsch.

Beide engagierten sich spontan für körperbehinderte Jugendliche und planten zu diesem Zweck, eine moderne Fürsorge sowie die Errichtung von "Krüppelheimen".

Hauptziel des Vereins war die Heilung, Ausbildung und Überwachung jugendlicher Behinderter in Berlin, seinen Nachbargemeinden und der Provinz Brandenburg. Dieser gesellschaftlichen Randgruppe im deutschen Kaiserreich sollte so zur wirtschaftlichen Selbstständigkeit verholfen werden.

Für die in Berlin (3.500) und in Brandenburg (6.500) lebenden "Krüppelkinder" bedurfte es nun der Errichtung eines Heimes, das zunächst in mehreren Übergangsdomizilen untergebracht war.