1933 bis 1945

1933

Gleichschaltung des Vereins. Die sozialethisch geprägte Haltung von Hans Würtz ist den Nazis ein Dorn im Auge; er muss das OHH verlassen, später auch Deutschland.

Der Vorstand tritt zurück. Zum ersten Vorsitzenden wird der spätere Reichsärzteführer Dr. Leonardo Conti ernannt.

1937

Der Trägerverein stellt dem Preußischen Staat für Forschung und Lehre das OHH zur Verfügung. Das "Oskar" machte zwar Karriere als "Orthopädische Universitätsklinik der Charité und Schulungsanstalt für Körperbehinderte", aber ein "Heim" war es nicht mehr, denn das Dritte Reich verfolgte nicht Heilung, Linderung und soziale Integration von körperlich Behinderten, sondern deren Vernichtung!

1939

Einrichtung eines Reserve-Lazaretts, dem eine Sonderstation für Ohnhänder angegliedert wird.

1941

Eröffnung eines Waldhauses mit 50 Betten für Erwachsene und 70 für Kinder.

1943

Ausgliederung der Klinik nach Bad Saarow und Teplitz-Schönau.

1945

Das OHH wird durch Brandbomben zu 50% zerstört und mit dem umfassenden Wiederaufbau begonnen. Der Verein erhält einen Notvorstand: Rechtsanwalt Degenhardt und Pastor Hagen, das OHH wird durch die amerikanische Besatzungsmacht verwaltet.

Form der Protehtik
Form der Protehtik
Ruine des OHH 1945