Ausschreibung Oskar-Medizinpreis 2021

Die Stiftung Oskar-Helene-Heim fördert die Wissenschaft und Forschung auf dem Gebiet der Medizin. Als besonderes Förderprojekt verleiht die Stiftung jährlich den mit 50.000 € dotierten Oskar Medizin-Preis. Mit diesem Medizinpreis werden hervorragende Leistungen gewürdigt und die Weiterführung von Forschungen unterstützt.

Im Jahr 2021 wird dieser Medizinpreis auf dem Gebiet der Inneren Medizin/Gastroenterologie ausgeschrieben.

Die Pathogenese der chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED) umfasst genetische und Umweltfaktoren. Aktuell geht man davon aus, dass genetisch suszeptible Individuen, getriggert durch Umweltfaktoren, eine CED mit Aktivierung des mukosalen Immunsystems im Darm entwickeln und dass die Entzündung durch die Interaktion des Immunsystems mit dem Mikrobiom unterhalten wird.

Die Therapie der CED ist trotz dieser Fortschritte im Verständnis der Krankheitsentstehung und obwohl neue Wirkstoffe mit immer neuen Wirkprinzipien zur Verfügung stehen, nicht immer zufriedenstellend. So werden 70 Prozent der Patienten mit Morbus Crohn im Laufe ihres Lebens wegen krankheitsbedingter Komplikationen operiert, bei der Colitis ulcerosa etwa 30 Prozent. Daneben leiden einige Patienten unter Nebenwirkungen der medikamentösen Therapien. Zu den diversen Problemfeldern, für die es keine etablierte medikamentöse Therapie gibt, gehört z.B. die Fibrosierung bei Morbus Crohn.

Zur Förderung der Forschung auf diesem Gebiet soll deshalb mit dem Oskar Medizinpreis 2021 ein/e nach Möglichkeit habilitierte/r, auf jeden Fall aber bereits Forschungs-erfahrene/r, Mediziner/in oder Wissenschaftler/in ausgezeichnet werden, die/der einen relevanten Beitrag zu einem der genannten Teilaspekte des Themas

“chronisch-entzündliche Darmerkrankungen“

in der Grundlagen- und/oder klinischen Forschung leistet. Fachübergreifende Arbeitsgruppen sind ebenfalls zur Bewerbung zugelassen.

Der prämierte Erkenntnisgewinn soll für eine breite Öffentlichkeit vermittelbar sein.

Dem Antrag sollen der Lebenslauf, die wichtigsten Arbeiten aus den letzten drei Jahren zum genannten Thema (Arbeiten, die bereits eine anderweitige Prämierung erhalten haben, sind ausgeschlossen) sowie eine inhaltliche Zusammenfassung der Forschungsergebnisse ergänzt um die weitere Forschungsplanung beigefügt werden.

Das Preisgeld ist für Forschungszwecke nach der freien Entscheidung des Preisträgers zu verwenden. Der Preisträger hat der Stiftung diese Verwendung in geeigneter Weise zu belegen.

Der Antrag ist bis zum 31. Mai 2021 bei der Stiftung Oskar-Helene-Heim, Walterhöferstr. 11, 14165 Berlin, einzureichen. Weitere Informationen erteilt der Geschäftsführer der Stiftung – thomas.hoehn@stiftung-ohh.de  (Tel. 030/ 8102-1100)